Der Green Deal der Europäischen Union umfasst eine Reihe von Vorschriften und Maßnahmen, die darauf abzielen, den Übergang zu einer kohlenstoffarmen und nachhaltigen Wirtschaft zu fördern. Im Rahmen des Green Deal wurden auch neue Vorschriften im Zusammenhang mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und Environmental, Social and Governance (ESG) Kriterien eingeführt.

Symbol für CSRD direktVon CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive), ESRD (European Standards Reporting Directive) und EU-Taxonomieverordnung ist seit Inkrafttreten der EU- Richtlinie ein Großteil österreichischer Unternehmen direkt oder indirekt betroffen.

Unter CSRD versteht man die verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Hierbei sind vor allem Klima- und Umweltauswirkungen eines Unternehmens und seiner Lieferkette, Soziale Auswirkungen und Verantwortlichkeiten entlang der Wertschöpfungskette und Klimabezogene Risiken und finanzielle Unsicherheitsfaktoren relevant.

Betroffen sind ab dem Geschäftsjahr 2024 in einem ersten Schritt Unternehmen, die bislang der Richtlinie über die Angabe nichtfinanzieller Informationen (Non-Financial Reporting Directive, NFRD) unterlagen. Das sind große börsennotierte Unternehmen, große Banken und große Versicherungsunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten, welche die Nachhaltigkeitserklärung 2025 veröffentlichen müssen.

Ab dem Geschäftsjahr 2025 sind dann alle übrigen großen Unternehmen betroffen, wobei die erste Nachhaltigkeitserklärung 2026 zu veröffentlichen ist.

Börsennotierte KMU müssen ab dem Geschäftsjahr 2026 beginnen, wobei die erste Nachhaltigkeitserklärung 2027 zu veröffentlichen ist. Börsennotierte KMU können jedoch beschließen, die Berichtspflichten erst zwei Jahre später einzuführen und sollten dann spätestens im Geschäftsjahr 2028 mit der Berichterstattung beginnen, wobei die erste Nachhaltigkeitserklärung 2029 zu veröffentlichen ist.

Die CSRD wirkt sich durch die notwendigen Angaben der Zulieferkette indirekt auf weitere Unternehmen aus. Berichtspflichtige Unternehmen werden von Ihren Lieferanten als auch Kunden Informationen zu den Umweltauswirkungen Ihrer Geschäftstätigkeit benötigen und verlangen.  Vor allem die Berichtspflicht von Banken wirkt sich auch auf die Kreditvergabe aus, Aufzeichnungen zu Klima- und Umweltauswirkungen der Geschäftskunden werden benötigt werden.

Die CSRD ist eine Initiative der EU, die darauf abzielt, die Berichterstattung von Unternehmen über Umwelt- und soziale Aspekte sowie die Unternehmensführung zu verbessern. Die CSRD wird voraussichtlich die Anforderungen an die Offenlegung von nicht-finanziellen Informationen für große Unternehmen erweitern und auch kleine und mittlere Unternehmen einbeziehen.

Im Rahmen des Green Deal rücken auch  ESG-Kriterien verstärkt in den Fokus. ESG-Kriterien beziehen sich auf Umwelt-, soziale und Governance-Faktoren, die bei der Bewertung von Unternehmen und Investitionen berücksichtigt werden. Die EU plant, ESG-Kriterien in die Finanzberichterstattung von Unternehmen zu integrieren und diese Informationen für Investoren transparenter zu machen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Green Deal der EU neue Vorschriften im Bereich der CSRD und ESG einführt, um die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen zu stärken und Investoren dabei zu unterstützen, nachhaltige Investitionsentscheidungen zu treffen.

Unser interdisziplinär zusammengesetztes Green Deal Matrix (GDX) Team beantwortet gemeinsam mit den Expert:innen für Klimaschutzmanagement  alle Fragen zur Nachhaltigkeits-Berichterstattung.