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Wann rentiert sich ein Stromspeicher?

Beispiele aus der Praxis - ConPlusUltra Beratung

Warum sind Stromspeicher für Unternehmen jetzt attraktiv?

Die Rahmenbedingungen sprechen klar für den Einsatz von Stromspeichern im Gewerbe:

  • Bis zu -50 % Anschaffungskosten in den letzten Jahren
  • Variable Strompreise: negative Preise für Solarstrom im Sommer, hohe Preise im Winter
  • Steigende Netzentgelte, die Lastspitzenkappung interessant machen
  • Zusatzerträge durch die Teilnahme am Regelenergiemarkt

Das Ergebnis: kurze Amortisationszeiten und langfristige Wirtschaftlichkeit. Ein Stromspeicher ist heute mehr als nur eine Batterie – er ist ein zentrales Instrument für Kostenoptimierung, Energiesicherheit und Netzstabilität.

Beispiel 1: Stromspeicher zur PV-Eigenverbrauchserhöhung in Kombination mit Gemeinsamen Energienutzung

Ein Betrieb mit einer 50 kWp PV-Anlage mit Überschusseinspeisung besitzt wegen einer Betriebserweiterung am Standort zwei Netzanschlüsse.  Hier schafft das ElWG mit den neuen Varianten der Gemeinsamen Energienutzung (Peer-2-Peer bzw.  Eigenversorgungsanlage) neue Möglichkeiten zur Steigerung des Eigenverbrauches.

In Kombination der Gemeinsamen Energienutzung mit einer 40 kWh Speicheranlage kann der Eigenverbrauch von 25 % auf 60 % angehoben werden.  Die Stromkosten können durch diese kombinierte Maßnahme um ca. 3 000 € reduziert werden. Bei kalkulierten Investitionskosten von ca. 12 000 € (spezifischer Speicherpreis von 300 €/kWh) wurde eine statischeAmortisationsdauer von ca. 4 Jahren errechnet.

Beispiel 2: Stromspeicher zur Nutzung von dynamischen Stromtarifen und Lastspitzenkappung

Ein Betrieb mit ca. 1,5 - 2 GWh/Jahr Stromverbrauch und einer Bestands-PV-Anlage im Bereich 450-650 kWp errichtet einen Stromspeicher zur Ausnutzung dynamischer Strompreise und der Reduktion von Lastspitzen. Bei der Errichtung der PV-Anlage wurde bereits die elektrotechnische Anlage für die Nachrüstung einer Speicheranlage konzipiert und damit bei der Speicheranschaffung kosten gespart.

Die optimale Speichergröße von 400 kWh ergab rechnerisch eine jährliche Einsparung von ca. 30 000 €/Jahr. Die Einsparung teile sich in ca. 53 % Energiebezugskostenreduktion auf der Bezugsseite, ca. 26 % im Bereich der Lastspitzenreduktion ca. 21 % im Bereich der verbesserten Vergütung aus der PV-Anlage. Die betrachteten Speichervarianten lagen im Bereich 4 bis 5 Jahren Amortisationsdauer, das Optimum lag bei ca. 4 Jahren für Investitionskosten von ca. 140 000 € (spezifischer Speicherpreis von 350 €/kWh).

Beispiel 3: Stromspeicher zur Vermeidung eines umfangreichen Netzausbaus (Trafo)

Der Ausbau der E-Mobilität ist insbesondere im Bereich der Nutzfahrzeuge eine Herausforderung für die Ladeinfrastruktur. Ein Betrieb möchte seine Flotte an 10 LKW auf E-LKW umstellen und diese am Betriebsgelände laden.

Ein Netzausbau ist notwendig, nur muss dieser in voller Höhe erfolgen?

Nein. Kalkuliert der Unternehmer richtig, kann er mit einer kleinen Netzerweiterung einen eigenen Trafo vermeiden und mittels Stromspeicher trotzdem die benötigte Ladeleistung in Spitzenzeiten erbringen. Der Betrieb verfügt über einen 45 kW Netzanschluss. Durch die Schnellladestationen (Overnight-Charger und Schnelllader) steigt die Gesamtleistung der Verbraucher bis auf 750 kW.

Beispiel 4: Stromspeicher zur Teilnahme am Regelenergiemarkt

Ein Betrieb möchte mit einem Stromspeicher am Regelenergiemarkt teilnehmen.

Der bestehende Netzzugang ist zwar nicht ausreichen und muss erweitert werde, aber die kurzen Leitungswege für einen zusätzlichen Trafo und Standplatz für den Speicher (Fundament, Zaun, etc.) sind gut geeignet.

Im Zuge einer Machbarkeit wurde eine technisch realisierbare Speicherleistung von 2 MW mit einer Kapazität von 4 MWh errechnet bzw. mit dem Netzbetreiber abgestimmt.

Die Regelenergieerlöse führen häufig zu überhöhten Ertragserwartungen, den tatsächlichen Zubau und Verfügbarkeit von Speicherkapazitäten auf Börsen abzuschätzen ist schwierig. Prinzipiell gilt, je mehr Kapazitäten auf den Markt kommen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Anbieter gegenseitig kannibalisieren. Für dieses Beispiel wurden Roherlöse von 80 000 bis 140 000 €/MW berücksichtigt, davon abzuziehen sind die höheren Energiekosten für den Bezug und Gebühren für den Speicherbetreiber.

Bei kalkulierten Investitionskosten von ca. 1,8 Mio. € (spezifischer Speicherpreis von 450 €/kWh) wurde eine dynamischer Amortisationszeit von ca. 5,5 Jahren errechnet. Bei einer Gesamtlebensdauer von 15 Jahren wird der Speicher nach dem Abflauen der Regelenergieerträge als Betriebsspeicher seine Dienste erbringen, darunter fallen die Klassiker Eigenverbrauchssteigerung, Lastspitzenkappung und Blackoutvorsorge.

 

Unsere Leistungen für Unternehmen

Wir begleiten Ihr Projekt von der ersten Analyse bis zur Inbetriebnahme:

  1. Machbarkeitsanalyse & Inhouse-Schulung zum Stand der Technologie
  2. Simulation der Stromspeicheranlage und Ertragslage mit professionellen Softwaretools
  3. Anlagenplanung inkl. Netzanschluss und Integration ins bestehende Arealnetz
  4. Unterstützung bei gewerberechtlichen Genehmigungen durch unsere Inhouse-Juristen
  5. Erstellung von Ausschreibungsunterlagen inkl. Lastenheft
  6. Angebotseinholung & Anbieterempfehlung
  7. Förderberatung & Begleitung bei der Förderabwicklung

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DI
Matthias Humpeler
Teamleiter Umsetzungsbegleitung

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